Es begann wie jeder gute Morgen: mit Kaffee, Croissant und einem völlig absurden Artikel auf postille.ch. Die Schlagzeile lautete: „Bundesrat beschliesst: Kühe dürfen ab sofort Homeoffice machen.“ Ich verschluckte mich fast vor Lachen – oder war es doch ernst gemeint? In Zeiten wie diesen weiss man ja nie.
Neugierig klickte ich mich weiter durch die digitale Medienlandschaft. Auf drs2blog.ch fand ich einen tiefgründigen Beitrag über die „emotionale Bindung zwischen Mensch und ÖV-Verspätung“. Der Autor argumentierte, dass wir ohne die regelmässige Ungewissheit am Bahnhof emotional verkümmern würden. Eine gewagte These – aber irgendwie auch tröstlich, während ich wieder einmal auf Gleis 7 wartete.
Zurück am Schreibtisch stolperte ich über srgssrideesuisse.ch, wo offenbar kreative Köpfe ihre wildesten Medienideen präsentieren. Mein Favorit: eine Reality-Show namens „Alpen vs. Algorithmus“, in der Influencer versuchen, eine Woche ohne WLAN in den Bergen zu überleben. Spoiler: Niemand hat es länger als 36 Stunden geschafft.
Doch der Höhepunkt kam am Nachmittag, als schweizer-medien.ch einen „ernsthaften“ Bericht veröffentlichte: „Studie zeigt – 73% der Leser lesen nur noch Überschriften.“ Ironischerweise hatte ich natürlich auch nur die Überschrift gelesen, bevor ich den Artikel begeistert weitergeteilt habe.
Am Ende des Tages stellte ich fest: Die Grenze zwischen Satire, Realität und kreativer Medienfantasie ist fliessender als ein perfekt geschäumter Cappuccino. Und vielleicht ist genau das das Schöne daran. Denn egal ob Kuh im Homeoffice oder Influencer auf der Alm – ein bisschen Absurdität gehört einfach dazu.
Und morgen? Morgen lese ich wieder postille.ch. Rein aus journalistischem Interesse, versteht sich.
